Dunkle Feen und der permanente Krieg der New World Order

بسم الله الرحمن الرحيم

“Bewusstsein kommt nicht mit dem Vorstellen von Lichtfiguren, sondern indem wir die Dunkelheit mit Bewusstsein füllen.”  ~ C.G. Jung

“Maleficent – die dunkle Fee” ist ein Disney-Film mit Angelina Jolie und eine Neu-Interpretation des Märchens Dornröschen. In diesem Film stellt Jolie eine Elfe dar, deren mächtige Flügel von einem verräterischen Mann abgeschnitten werden, wofür sie sich mit dem berühmt-berüchtigten “Dornröschen-Fluch” revangiert. Eine schöne Sicht auf den reichen Erfahrungssschatz aller “bösen Frauen” und “dunklen Mütter”.Continue reading

Bullies

بسم الله الرحمن الرحيم

Dieser Artikel wurde zuerst in “Hilfe” veröffentlicht

Bulldoggen und Maiwonnen, 1998

Leben in der Post-Dianazeit. Das Leben in England verspricht weiblich zu sein. Postfeminismus geht mit Postdianaismus einher wie das Pfund mit dem Penny. England gibt sich schon seit geraumer Zeit heiter. Am 1. Mai will man von dieser Sorglosigkeit sein Schnittchen abhaben.Continue reading

Schröders Wurst: Abrechnung mit dem Flicken-Mann

بسم الله الرحمن الرحيم

Was ist ein Kind? Ein Bio Produkt, eine Kreatur zum Herumzeigen und Haben, ein Besitz, oder ist ein Kind ein Wesen, ein unabhaengiger eigener Geist, ein einzigartiger Charakter mit Beduerfnissen nach Geborgenheit, Stabilitaet, Fürsorge und Eltern, und vielleicht sogar einer Mami, die immer für das Kind da ist?

Ungefähr zeitgleich mit meinem Verlust aller Liebe für die SPD, stieg der Patchwork-Mann auf, und was da gepatchworked ist (also geflickt), dass sind die Kinder- und Frauenleiber, die sich um den Patchwork-Family Mann in der Mitte scharen. Alles dreht sich rund um ihn. Hossa! Wenn ich mit meinen Freundinnen über den Typus rede, erwähnen wir alle immer reflexartig den Schröder, also den Altkanzler, denn der hat uns das eingebrockt und vorgelebt. Wieviele Frauen und Kinder sind’s nochmal bei dem?

Wer oder was ist der Patchwork-Flicken-Family-Mann?
Darüber habe ich einige Zeit nachgedacht, und ich komme zu dem Schluss: Der Patchwork-Flicken Mann ist eine logistische Konsequenz des Vaeterlobbyismus. Denn wo Löcher gerissen werden, muss geflickt werden. GE-PATCH-WORKED. Mütter mit Löchern im Leib wo mal ein Kind war. Wechselmodell per Zwang, also Kinder auf ständiger Reise zwischen Müttern mit Löchern und Flicken-Männern. Flickenfamilien das sind die versehrten Frauenleiber (zwangsentmuttert), und die werkelnden System-Flicken-Bauer, die am Patchwork – Flickenwerk – basteln. System-Männer des Patchworks sind überall zu finden. In Parteistuben, auf Privat-Geländen, in IT-Nestern, Anwaltsbüros (Familienanwälte) und in Sozialen Projekten, wie “Dreiräder Flicken, Blogs aufrüsten und Väter-Beraten-Wie-Zicken-Loswerden eV”. Flickenmann baut Gemüse an, programmiert seine Systeme, zieht Hochhäuser und Seilschaften hoch, und schmiedet seine Eisen. Er glaubt daran, dass er vernünftig ist und Macht im Verborgenen dieser Tage besser wirkt, fern von der Wahrnehmung der Zicken (“Frauen raus aus IT!”). Der Flickenmann: Vernünftig, machtvoll, post-modern. Er kann gut mit Daten umgehen. Er kann sie deuten und lenken. Total modern.Total listig,

Kürzlich traf ich einen Patchworker in einer privaten Naturschule, die er scheinbar ganz alleine aufbaute und bevölkerte, mit den Kindern aus allen seinen Beziehungen. Er suchte Mitschüler. Wozu nur? Es wurde schnell klar, wer hier für Kinder Schulgeld zahlt, finanziert Papa und seine Fohlen. Zum Dank dafür werden die Fohlen die anderen Kinder verprügeln und verpetzen, denn wer aufmuckt, wird dem Papa gemeldet, denn der ist dort Schul-Direktor. Sowas nennt man ansich Mini-Feudalismus. Ist all dies irgendwie nicht doch Psycho-GaGa? Oder sehe ich alles mal wieder zu eng und alt-feministisch, mit Betonung auf TOTAL VERALTET, damals, als es noch galt, dass Kinder eine Mutti brauchen, als die Mitte ihres Lebens sozusagen, damals als sich Väter noch nicht wie die besseren Mütter fühlten? Ist der Ausdruck Patchwork-Family doch kein Synonym für seriell versaute Beziehungen, sondern etwas das wirklich viel mehr wert ist und um vieles wertvoller wird als das was wir jemals in Mutti hatten? Steht Mutti letzlich nur für die biedere, schnöde Kleinfamilie und ihre garstige Aussaat – die alleinstehenden Mütter, welche Unterhalt vom Ex-Mann bekommen wollen und Kohle vom Staat? So gesehen, befreit Flickenmann uns alle von biederlicher Traulichkeit und lästigen Wöchnerinnen, und zwar vollstens. Frauen, Mütter, Kinder, Väter, Hetero, Bi, schwul, lesbisch. Egal, Hauptsache wir sind alle irgendwie transient, immer auf Poly, immer unterwegs, offen, bereit. Poly-Beziehung, Poly-Leben, Poly-Mütter, Poly-Väter, Poly-Kinder. Jeder mit jedem und immer auf der Reise, damit wir alle endlich verstehen, dass alles ein Ende hat, zumal die Mutti, nur Schröders-Patriarchen Wurst hat zwei, oder drei, oder vier, oder sind es wirklich 8 (?!), Enden. Und nein, Sie dahinten mit der grossen Klappe: Man bekommt keine Polypen von der Polygamie!

Wie sind wir in diese “Flickenfamilie” eigentlich reingeschlittert, über die “serielle Monogamie?”, die Poly-Amorität, oder doch über Die Grünen und den Schröder, für den die 60ziger und 70ziger einfach cool und superoffen waren, vorallem wenn man mal an die Schenkel der Frauen denkt? Ich weiss davon eine ganze Menge, denn meine Mama hatte auch einen Minirock damals und mich 9 Monate später.

In ihrem ureigenen Sinn haben der Joschka und der Schröder alle Frauen der BRD auf immer erfolgreich beackert und an uns rumgeflickt. 12 Jahre später sitzen wir noch immer in ihrem Väteraufbruchs-Flicken-Mist und die SPD bleibt (für mich, und meine Kaffeeklatscherinnen, die unfreiwillig Teil-und Saumgeflickten halt) unwählbar.

 

Unter der Decke ~ in 90s London

بسم الله الرحمن الرحيم

Dieser Artikel erschien zuerst am 15.12.1998 im Feuilleton der Jungen Welt

Unter der Decke
Außen tipptopp und innen kein Geschmack: Mit dem »Millennium Dome« sucht
Tony Blair neue Identität im Größenwahn
Von Roya Jakoby

London ist keine Stadt. London ist ein Land. Seit Thatcher teilt sich dieses Londonland wie folgt auf: Im Landesinneren, in Soho, Westminster und Kensington, geht es regierend, touristisch und vergnügungssüchtig zu. Continue reading